Dalyan, Türkei, Hütte, Flussdelta, Caretta Caretta

Lykische Küste Teil 1: Dalyan – Fethiye

Die schönste Idylle, die ich je genießen durfte: Hütte in Dalyan

Ich weiß selber nicht, wie ich hier gelandet bin, jedoch waren die Tage in dieser Hütte nahezu die schönsten in meinem Leben.
Die lykische Küste hat mir bis 2013 nichts bedeutet. Jahrelang haben wir unsere Verwandten in Ankara, der öden Hauptstadt der Türkei, besucht. Wasser und Natur findet man dort nicht.
Auf der Suche nach ruhigen, idyllischen Orten in der Türkei, habe ich diese wunderschöne Küste entdeckt und mich total verliebt.

– 320 Tage Sonne im Jahr –

Unglaublich, aber wahr. In den letzten 3 Jahren war ich immer wieder an der lykischen Küste und habe mehrere schöne Städte entdeckt. In meiner dreiteiligen Beitragsreihe werde ich euch von meinen Eindrücken erzählen und natürlich viele schöne Bilder zeigen.
Die Reise startete in Dalyan.

Dalyan

Das Dalyan Flussdelta ist ein sumpfiges Schilfgebiet, ein einzigartiges Biotop, das Zuhause von Watvögeln, Schildkröten, Krabben und Fröschen. Mittendrin schippern täglich Ausflugsboote. Vom Boot aus kann man die lykischen Tempelgräber sehen. Die Boote fahren z.B. zum berühmten Iztuzu-Strand, an dem die geschützte Meeresschildkröte Caretta caretta ihre Eier ablegt. Strand und Delta stehen unter strengem Naturschutz. Es gibt sogar eine Schutzstation (DEKAMER), die sich um verletzte Jungtiere kümmert.
Auch wir haben solch eine Tour gemacht. Die Felsengräber haben mich fasziniert, den Strand an sich fand ich persönlich nicht so schön, obwohl die Times ihn 2008 zu den schönsten Stränden der Welt erklärt hat.
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich auch eine Schildkröte gesehen und mich verliebt, was für süße Tiere! Die kleine Show auf dem Boot (dafür musste man pro Kopf etwa 5€ mehr zahlen), um die Tiere aus dem Wasser zu locken, empfand ich eher als nervig 🙂

Bootstour zum Iztuzu-Strand:

Eigentlich sind wir in Dalyan gelandet, weil ich 1 Woche vorher diese traumhafte Hütte im Internet entdeckt hatte. Ein sehr anstrengendes Arbeitsjahr war vorüber und ich brauchte dringend Entspannung. Alles, was ich mir wünschte, waren : Ruhe, Ruhe, Ruhe, Blau und Grün. Da war diese idyllische Hütte inmitten einer Granatapfel-Plantage geradezu passend. Sofort haben wir angerufen und Details für die Buchung geklärt. Dass meine 2. Muttersprache Türkisch ist, hilft in solchen Momenten ungemein. Die 5 Tage (80€/Tag) waren einfach unbeschreiblich schön. So viel Ruhe, so viel Natur und dann noch so ein toller Gastgeber. Er heißt Recai Abi (Abi ist im Türkischen ein Ausdruck für Respekt bei älteren Personen), trägt einen Strohhut und meistens weiße Leinenkleidung.
Vom ersten Tag an hat er sich liebevoll um uns gekümmert. Uns sollte es immer gut gehen. Eines Tages stand eine vollgetankte Vespa mit zwei Helmen vor der Tür. Wir sollten doch bitte einen Ausflug zur naheliegenden Bucht machen, der Weg durch die steilen Gebirge sei anstrengend. Auch sein Boot durften wir nutzen (mit Akku betrieben – somit super leise) und abends auf dem Fluss die Sterne zählen. Ich denke sehr gerne an diese schönen Tage zurück.
Recai Abi ist ein erfolgreicher Geschäftsmann in diesem Gebiet, viele im Stadtzentrum kannten ihn sofort, als wir von unserer Unterkunft erzählten.
Doch sogar die Einheimischen wussten nichts von der Existenz seiner traumhaften Hütte. Seine Frau betreibt in der Nähe der Hütte ein Fischrestaurant. Wir konnten zu Fuß hin. Es gab natürlich immer frischgepressten Granatapfelsaft bei ihnen 🙂 Auch das tolle Landfrühstück mit zahlreichen selbstgemachten Aufstrichen hat uns sehr gefallen. Viele Gäste des Restaurants kamen aus Deutschland, England oder den Niederlanden.
Um in das Stadtzentrum zu gelangen, durften wir auch jeden Abend den Roller von Recai Abi ausleihen. Sehr schnell haben wir uns jedoch zurück in unsere ruhige Hütte geflüchtet. Die kleine Innenstadt von Dalyan ist voller englischer Touristen (meistens Rentner), die sich den Ort zum zweiten Zuhause gemacht haben. Überall gab es englische Bars und Restaurants. Für mich war das alles zu laut und zu englisch. Ich habe nichts gegen Engländer! :-), aber manchmal fragte ich mich schon, ob ich noch in der Türkei bin. Ich könnte noch schreiben und schreiben, jedoch möchte ich euch lieber mit den Bildern alleine lassen…

Wunderschöne Hütte inmitten einer Granatapfel-plantage:

Fethiye & Ölüdeniz

Nach der Woche in Dalyan ging es weiter nach Fethiye und Ölüdeniz.
Hierzu fasse ich mich kurz. Die lebendige Hafen- und Marktstadt Fethiye, wo türkisches Leben und Tourismus nebeneinander existieren, hat mir im Großen und Ganzen so gut gefallen, dass ich auf jeden Fall noch einmal dahin möchte. Diese Stadt hat einfach alles. Eine tolle Landschaft, Ölüdeniz, die berühmte Blaue Lagune, ist in der Nähe und auch die Innenstadt bietet viele schöne Restaurants, Cafés und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Man kann in dieser Stadt sehr gut Zeit verbringen, das ist klar.
Die Bildergalerie zeigt euch ein paar Eindrücke:

Ich hoffe, mein kurzer Reisebericht hat euch gefallen. Den 2. Teil werde ich ein wenig informativer gestalten, denn auch der nächste Ort – Kaş, gehört zu meinen absoluten Topzielen in der Türkei. Seid gespannt…

❖ WEITER MIT:

lykische Küste, lykien, türkei

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